Henfenfeld 11. - 12. April 2015
Veranstalter: Sündenfrei
Luscinia Besetzung: Fin de Filou, Jorinde, die Biegsame und die rote Füchsin
Kollegen: Lupus der Gaukler, Furunkulus, die Ritter von Equites, der Puppenspieler Christopher vom Allaunberg und Schabernackkrakel

500 km Anfahrt... und kaum Stau...das war doch schon mal ein guter Anfang :-)
Ein toller Schlosspark, gutes Wetter, klasse Kollegen, unsere Lieblingstavernencrew... da war die Vorfreude groß.
Fin hatte ich schon mal zum Schloss gebracht und bin dann nochmal los, um Anna am Henfenfelder Bahnhof abzuholen, damit sie den Luftring, die Aufhängungen und ihr Gepäck nicht auch noch den Berg hochschleppen muss. Der Bus war allerdings schon so voll, dass wir den Luftring mit nach vorne nehmen mussten. Also, ich, Fahrerseite, rechtes Bein durch den Ring, (schalten ging gerade noch so)... Anna, Beifahrerseite, linkes Bein durch den Ring den großen Koffer von Anna auf ihren Schoß und los ging es. Von Anna hat man gar nichts mehr gesehen.... na ja, war ja nur ein kleines Stück. Wenn uns die Polizei angehalten hätte, hätten die sehr wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt und ein Foto gemacht.... für außergewöhnliche Packmethoden.

Es war ein entspannter Aufbau. Der Vagantenwagen sollte links neben der Bühne stehen. Schräg hinter uns war ein Baum, der für die Luftakrobatik gedacht war. Auch hier war ein netter, hilfsbereiter Hausmeister vor Ort, der uns eine große Leiter besorgt hatte, und der sogar noch das hohe Gras/Dornen unterm Luftring abmähte.
Tom meinte, es kämen noch Ritter. Die würden dann auch in diesem Umfeld aufbauen.
Oh ha... wir waren amüsiert/skeptisch. Mit Rittern, die neben uns aufbauen sollten, hatte wir letztes Jahr in Ranis so unsere Erfahrungen gemacht.
In Ranis hatten wir unseren Vagantenwagen aufgebaut und schon ausgerichtet. Die Ritter waren noch nicht da, sie sollten auf der anderen Seite aufbauen. Am nächsten Morgen kam uns Tom entgegen und meinte: "Regt euch nicht auf. Ich habe schon alles geklärt. Die bauen gerade wieder ab." ...grins.... da hatten die Ritter doch glatt unseren Vagantenwagen einfach in die Ecke, an die Wand getragen und den ganzen Platz mit ihren 3 Zelten belegt....so was hatte ich noch nie erlebt... grins... einfach mal den Wagen weggetragen... ich mein, man trägt doch auch nicht einfach nen Stand weg, weil man selber da aufbauen will.....Das war echt n Ding ...und sehr lustig alles.

Deshalb waren wir amüsiert/skeptisch. Wir haben gewettet, dass die Ritter ihre Zelte direkt unter dem Luftring aufbauen würden... oder direkt neben unserem Wagen, so dass wir den Vorhang nicht mehr aufbauen konnten. Und.... genau so war es. Wir kamen morgens an und die 2 Ritterzelte standen genau unter dem Luftring. Aber es war kein Problem. Man konnte die Zelte einfach wegtragen....und... die Ritter von Equites sind total lieb. Wir haben viel gelacht.

Ja, da standen wir nun. Rechts von uns die Bühne, links die Ritter und hinter der Bühne ratterten zwei fette Stromgeneratoren. Er machte einen Höllenlärm..... und zwar die ganze Zeit.... Der arme René hatte ganz schön viel Stress mit dem Strom. Wir auch... denn man musste schon ziemlich dagegen anschreien. Für Anna war das ganz besonders toll, denn der Luftring war ja weiter zurückgesetzt. Sie hatte sozusagen ein Parkplatzfeeling während der Luftakrobatik. 3 parkende Busse, die lärmenden Stromgeneratoren, die so laut waren, dass wir die Luftakrobatik mit Dudelsack begleiten mussten. (Flöte oder Gesang hatte Anna nicht hören können).... grins... von der Publikumsseite sah es aber schön aus... die Busse hatte man nicht gesehen... nur den Vagantenwagen, Vorhang und den Baum.... Tja, man kann es eben von 2 Seiten betrachten ;-)

Ich war leider etwas fiebrig und hatte Husten. So was nervt, wenn man spielen muss...aber es ging irgendwie. Die Moderation war dadurch etwas anstrengend ...hat aber niemand gemerkt. Und die arme Pensionswirtin hat sich bestimmt gewundert, wo ihr ganzer Pfefferminztee geblieben ist. Ich war also bestens versorgt.
Fin hat sich beim Aufbau fast noch den Arm gebrochen. Männer und Hammer oder besser... Fin und Hammer, sag ich da nur... es sah echt schlimm aus. Aber... es ist nochmal gut gegangen. Anna hat es geschafft, dass sie fast blind spielen musste. Die Rauchstange ging nicht an, ...tja, warum denn nicht? Da muss man doch mal nachschauen. Also Rauchstange hochhalten, drunter gucken, ein Windstoß und das Rauchpulver rieselte in Annas Auge.... Fazit: 30 Min blind. Ich sag nur: der Chaostrupp unterwegs....grins

Der Platz war klasse, wir hatten so viel Spaß mit den Kollegen.
Equites sind super. Tolle Kämpfe, sehr nette Ritter. Sie holen am Ende ihrer Kämpfe immer einen Jungen aus dem Publikum und bauen ihn in ihr Programm mit ein. Das war jedes mal so niedlich, dass wir es uns immer anschauen mussten. Und zwischendrin, also in den Pausen: Ritter am Luftring, Ritter am Feuerstab, ein Luscinia-Ritter-Gewusel.
Die Furunkulus haben es krachen lassen, Lupus war wie immer super und unsere Shows waren auch toll. Ein super begeistertes Publikum, was will man mehr.
Christopher und Schabernackkrakel haben wir nur zum Tavernenspiel mitbekommen. Die beiden hatten ihren eigenen Innenhof.

Lupus und Fin haben zwischen den Auftritten noch die Mega-Show abgeliefert. Sie haben 7 und 8 Keulen im Sitzen gepasst... sind auf den wackligen Luscinia Hocker gestiegen und haben sich während dem Passen hingesetzt und weiter gepasst.
Im Stehen haben sie 9 und 10 Keulen gepasst.... echt... die beiden sind so unglaublich gut und so toll miteinander. Es macht viel Spaß sie zu sehen. Ihre Fackelnummer war natürlich auch wieder mal der Hammer. Die beiden sind echt zum knutschen :-)

Abends ging es dann zum Essen, zum gefürchteten Italiener auf dem Platz. Die Pizzen konnte man essen. War jetzt nicht der Hammer, aber man konnte es unter: Nahrungsaufnahme verbuchen.
Die Jungs von Furunkulus waren jedoch entsetzt. Man darf niemals einem Bayer schlechte Schnitzel vorsetzen. Batu, der Gezeichnete hat es sogar zurück gehen lassen...das hat er noch nie gemacht... als er es erzählte, konnte man noch in seinem Blick das schiere Entsetzen ablesen....
Am letzten Abend saßen wir trotzdem wieder dort: Nahrungsaufnahme eben. Pizza.
Wir hatte viel Spaß mit Ulf und Agnieszka vom Bäckerstand. Tja... und Tom hatte dann auch sein Schnitzel zurückgehen lassen. Es war innen noch roh.... ich sag da nur....Leute esst Pizza.(zumindest in diesem Restaurant).. da kann kaum was schief gehen.

Fazit:
Es war wieder mal ein toller Sündenfrei Markt. Tom und René wie immer lieb, hilfsbereit und witzig, klasse Kollegen, super Stimmung... alles prima!!!!

eure Füchsin



zurück